Entwicklung der Hochkulturen

Im Rahmen der Entwicklung der Hochkulturen ist zu sagen, dass damit die Urgeschichte in die Weltgeschichte überführt wurde. Die ersten Hochkulturen entwickelten sich an Flüssen. Zahlreiche exemplarische Beispiele belegen diesen Aspekt: Demnach entwickelte sich das mesopotamische reich am Euphrat und Tigris, das ägyptische Reich wiederum entstand am Nil, die chinesischen Reiche am sogenannten gelben Fluss und die Harappa-Kultur entfaltete sich am Indus.

Damit die Kulturen über ein fruchtbares Land verfügen konnten, war einzig und allein die Natur selbst zuständig. Die periodischen Überschwemmungen sorgten für die Fruchtbarkeit des Landes, wodurch in infolgedessen eine intensive und äußerst produktive Landwirtschaft betrieben werden konnte. Nomadisierende Wildbeuter entwickelten sich im Rahmen ihrer Arbeitstätigkeit zu Ackerbauern und Viehzüchtern. Die gesellschaftlichen Organisationen wiederum hatten die Aufgabe, den Bau von Bewässerung und Staudämmen voranzutreiben. Zahlreiche Überlegungen und eine vorausschauende Planung im Sinne von beispielsweise der Bevorratung von Getreide im Falle des Ausbleibens von Überschwemmungen mussten angestellt und bedacht werden. Diese Bevorratung wiederum erforderte eine intensive und profund durchdachte Organisation und Planung.

Auch die Hochkulturen befassten sich schon bald mit der Lehre der Mathematik, die u.a. notwendig war, um die Flut berechnen, einen Kalender entwickeln und ebenso um Städte bauen zu können. Darüber hinaus erwarben die frühen Hochkulturen bald Kenntnisse der Astronomie. Parallel zu dieser Organisationsbildung entstand in fast allen Hochkulturen eine gewisse religiöse Hierarchie, welche genau genommen den Herrscher der Hochkultur als von den Göttern eingesetzt stützt.

Bis heute konnte leider nicht vollständig geklärt werden, inwieweit bzw. ob die verschiedenen parallel nebeneinander existierenden Hochkulturen miteinander in Kontakt traten. Es ist jedoch bewiesen, dass zwischen den Mesopotamiern und den Ägyptern sehr früh ein Austausch / Verbindung stattgefunden hat. Ebenso die berühmten Harappa-Kulturen standen mit den Mesopotamiern hinsichtlich einer intensiven Handelsbeziehung in Kontakt. Dieser Aspekt gestaltet sich auch auf die Erfindung der Schrift als besonders interessant. Es muss genau genommen davon ausgegangen werden, dass die Schrift mehrmals erfunden wurde. Dieser Aspekt jedoch widerlegt, dass die chinesische Schrift aus den sumerischen und ägyptischen Zeichen hervorgegangen ist.